Nous, étudiants !, Rafiki Fariala, 2022
In Kooperation mit dem Lycée français de Vienne und dem Studio Molière.
Zentralafrikanische Republik. Nestor, Aaron, Benjamin sind Wirtschaftsstudenten an der Universität von Bangui. Rafiki, der Regisseur, hat sie am ersten Jahr treffen. Sie haben zusammen studiert, gekämpft und über die Zukunft geträumt. Zwischen die Prüfungen, den überfüllten Klassenzimmern und der überall lauernden Bestechung zeigt uns Rafiki, wie das Leben der Studierenden in der Zentralafrikanischen Republik aussieht, in der die Jugend immer noch von einer besseren Zukunft für ihr Land träumt.
Q&A mit dem Regisseur Rafiki Fariala via Videokonferenz.
Rafiki Fariala ist 1997 im Kongo geboren und aufgewachsen in der Zentralafrikanischen Republik, wohin seine Eltern während des Kongokriegs flüchteten. Er begann seine Karriere als Musiker.
2017 nahm er am Dokumentarfilm Workshop der Ateliers Varan in Bagui teil und realisierte in diesem Rahmen seinen ersten Kurzfilm Mbi na mo (You and Me), der auf vielen Festivals gezeigt wurde.
2022, realisierte er seinen ersten dokumentarischen Spielfilm, Nous, étudiants !, der auf vielen Festivals gezeigt wurde und an der Berlinale als erster Film der zentralafrikanischen Republik in die Geschichte einging.
Außerdem gewinnt der Film den prestigereichen Étalon d’argent documentaire am Fespaco, dem panafrikanischen Festival für Kino und Fernsehen in Ouagadougou (Burkina Faso).
Anouk El-Schahawi (*1999) ist bildende Künstlerin sowie Kulturvermittlerin und -forscherin. Nach ihrer Schulzeit am Lycée français de Vienne ging sie nach Paris, um an der Kunsthochschule La Sorbonne bildende Kunst zu studieren. Ihr wachsendes Interesse an soziokulturellen Fragen führte sie dazu, einen Master in „Kultur&Politik“ an der Universität Paris 8 Vincennes zu absolvieren. Parallel dazu sammelte sie erste Berufserfahrungen, unter anderem in einem Gefängnis in Cergy im Bereich der kulturellen Programmgestaltung für die inhaftierte Personen. Heute arbeitet sie als Kulturreferentin am Österreichischen Kulturforum Kairo und selbständig als Grafikerin und in der Filmszenografie.
Cordula Rieger (*2000) ist eine französisch-österreichische Regisseurin und Schauspielerin. Nach ihrem Schulabschluss am Lycée français in Wien studierte sie Filmregie an der Filmakademie Wien (2020-25), zunächst in der Klasse von Michael Haneke, dann bei Jessica Hausner und Barbara Albert. In den letzten Jahren hat sie mehrere Spiel-, Experimental- und Dokumentarfilme geschrieben und gedreht. Ihr Kurzfilm The Gallery (Dokumentarfilm), der eine Aktion des feministischen Kollektivs Femplak_Wien begleitet, wurde auf rund fünfzehn internationalen Festivals gezeigt und für den Yugo BAFTA Award nominiert. Eines ihrer letzten Projekte als Schauspielerin, Gli appunti di Anna Azzori unter der Regie von Constanze Ruhm, wurde 2020 im Forum der Berlinale vorgestellt. 2025 erscheint ihr erster Dokumentarfilm Nebenan.
Termine
Liechtensteinstraße 37 1090 Wien
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