Der österreichische Choix Goncourt

Der Prix Goncourt, der jedes Jahr Anfang November in Frankreich von der Académie Goncourt verliehen wird, ist der renommierteste Literaturpreis in der französischsprachigen Welt. Der "Choix Goncourt à l'étranger" wurde 1998 vom Institut français de Cracovie mit Unterstützung der Académie Goncourt initiiert. Ziel ist es, die französischsprachige Literatur im Ausland bekannter, die Stimme der Studierenden über die französische Literaturproduktion hörbarer zu machen und sie gleichzeitig in das kritische Studium von Werken der zeitgenössischen frankophonen Literatur einzuführen.

Im Januar 2020 trat Österreich der Liste der Länder bei, die am "Choix Goncourt à l'étranger" teilnahmen. Dreißig Studierende der Universitäten Wien, Graz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt analysierten in Anwesenheit von Mitgliedern der Akademie die Werke der vier Finalisten des Prix Goncourt.

Diese Initiative, die unter der Schirmherrschaft von Françoise Rossinot, der Generaldelegierten der Académie Goncourt, steht, hat sich zu einer festen Einrichtung entwickelt und hat bisher die folgenden AutorInnen ausgezeichnet:

  • Im Januar 2020, in Anwesenheit von Tahar Ben Jelloun und Paule Constant, Amélie Nothomb für Soif
  • Im Juni 2021, in Anwesenheit von Philippe Claudel, Hervé Le Tellier für L'Anomalie
  • Im März 2022, in Anwesenheit von Hervé Le Tellier, Mohamed Mbougar Sarr für La Plus Secrète Mémoire des hommes

Kontakt: culturel@institutfr.at

Choix Goncourt 2022