Hommage an Alice Guy, Pionierin der Filmregie
In Zusammenarbeit mit dem Studio Molière und dem Lycée Français de Vienne
Zum diesjährigen Zyklus der Filmabende im Studio Molière laden wir Sie dazu ein, die Werke von Alice Guy, die als erste weibliche Regisseurin des Spielfilms in die Geschichte eingegangen ist, zu entdecken. Zu lange sind die mutige Künstlerin und ihr Schaffen in Vergessenheit geraten. Durch ein Programm, das 13 Kurzfilme beinhaltet, deren Erscheinung zwischen 1898 und 1907 lag, wird man den lebendigen, lustigen, tiefsinnig menschlichen und erstaunlich modernen Blick der Regisseurin kennenlernen, ebenso wie ein soziales und feministisches Bewusstsein, das in unserer heutigen Zeit Anklang findet.
Zur Abrundung Bilder auf der Leinwand, wird die Schauspielerin Maya Unger die Worte Alice Guys, durch Ausschnitte ihrer Autobiografie, La Fée-Cinéma : Autobiographie d'une pionnière, erwecken.
Anouk El-Schahawi (*1999) ist bildende Künstlerin sowie Kulturvermittlerin und -forscherin. Nach ihrer Schulzeit am Lycée français de Vienne ging sie nach Paris, um an der Kunsthochschule La Sorbonne bildende Kunst zu studieren. Ihr wachsendes Interesse an soziokulturellen Fragen führte sie dazu, einen Master in „Kultur&Politik“ an der Universität Paris 8 Vincennes zu absolvieren. Parallel dazu sammelte sie erste Berufserfahrungen, unter anderem in einem Gefängnis in Cergy im Bereich der kulturellen Programmgestaltung für die inhaftierte Personen. Heute arbeitet sie als Kulturreferentin am Österreichischen Kulturforum Kairo und selbständig als Grafikerin und in der Filmszenografie.
Cordula Rieger (*2000) ist eine französisch-österreichische Regisseurin und Schauspielerin. Nach ihrem Schulabschluss am Lycée français in Wien studierte sie Filmregie an der Filmakademie Wien (2020-25), zunächst in der Klasse von Michael Haneke, dann bei Jessica Hausner und Barbara Albert. In den letzten Jahren hat sie mehrere Spiel-, Experimental- und Dokumentarfilme geschrieben und gedreht. Ihr Kurzfilm The Gallery (Dokumentarfilm), der eine Aktion des feministischen Kollektivs Femplak_Wien begleitet, wurde auf rund fünfzehn internationalen Festivals gezeigt und für den Yugo BAFTA Award nominiert. Eines ihrer letzten Projekte als Schauspielerin, Gli appunti di Anna Azzori unter der Regie von Constanze Ruhm, wurde 2020 im Forum der Berlinale vorgestellt. 2025 erscheint ihr erster Dokumentarfilm Nebenan.
Maya Unger ist eine Wiener Theater- und Filmschauspielerin. Sie begann ihre Karriere im Alter von neun Jahren im Film Spiele Leben, für den sie für den Undine Award als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert wurde, bevor sie ihre Ausbildung am Max Reinhardt Seminar absolvierte. Anschließend spielte sie am Burgtheater in Wien und bei Festivals wie dem steirischen herbst und den Wiener Festwochen. Im Kino ist sie unter anderem in Vamos a la Playa (2021), Persona non Grata (2023), Islands (2024) an der Seite von Sam Riley und Schönenseelen (2025) mit August Diehl und Josef Hader zu sehen. Neben Theater und Kino arbeitet sie für Fernsehen und Streaming-Plattformen und verfolgt dank ihrer Zweisprachigkeit eine internationale Karriere, insbesondere in Frankreich für die Netflix-Serie Crooks.
Sprache: französische Originalversion mit deutschen Untertiteln. Gespräch auf Französisch und Detusch
Preis: Kostenlos
Dauer: Kurzfilme (50 Min.) + Textlesung
Kuration und Moderation: Anouk El-Schahawi et Cordula Rieger
Technische Leitung: Jean-Baptiste Duhau
Termine
Liechtensteinstraße 37A, 1090 Wien